27. Dezember: Ich erreiche sie
Gleich beim ersten VersuchIch komme von der Arbeit nach Hause. Der erste Griff geht zum Telefon. Und - direkt durchgekommen beim ersten Versuch.Ich bin happy, Elena ist auch happy. Jedenfalls soweit, wie sie das gewöhnlich zeigt. Wir führen ein nettes Gespräch. Sie schreibt morgen ihre letzten Klausuren und wir telefonieren eine Stunde. Das kann man sehr genau so messen, denn jeweils nach einer halben Stunde wird man ja automatisch getrennt. Danach. Wahlwiederholung bis 22:30 (23:30 Ukraine). Keine Chance mehr durchzukommen. Zwei Dinge haben wir hauptsächlich besprochen. Ding Nr. 1Es sieht so aus, als ob die Sache mit dem Visum nicht so einfach ist, wie angenommen. Ich schlage vor, dass ich in die Ukraine komme. Habe zwar keine Lust auf die Ukraine. Aber ich kann einfach rüber. Bei ihr wäre das ein Akt mit Visum, Befragung, Anträgen, Verpflichtungserklärungen und weiß ich was. Sie hat den ganzen Januar Semesterferien. Nur noch zwei Nachprüfungen gibts. Die sind bis 15. Januar abgeschlossen.Prima. Ich hatte so den 19. Januar im Auge. Für das Wochenende fragt Elena? Ich habe ehrlich gesagt schon ne Woche Urlaub eingeplant. Elena zögert kurz, aber sie zeigt sich erfreut. Ich frage, ob sie nach Kiev kommen kann. Hab keine Lust, noch bis ans Ende der Welt nach Lugansk zu reisen. Möchte gern irgendwo sein, wo ich schnell wieder verschwinden kann, wenn es nicht so läuft, wie erhofft. Klar kann sie das. Ding Nr. 2: Weniger erfreulichElena ist momentan bei Mama. Vielleicht ist Mama auch bei Elena. Jedenfalls werden die beiden den Jahreswechsel zusammen begehen. Am 2. Januar reist Mama ab. Und sie nimmt dann das Handy mit. Ich muss nicht erwähnen, dass Elena absolut keinen Vorschlag hat, was man nun noch tun könnte.Und vielen Dank auch nochmal an DHL. Das Handy ist nun schon 3 Wochen unterwegs. Wir erinnern uns: in deren Computer stand 5-7 Tage. Die nette Dame am Schalter hatte mich sogar in ihren Bildschirm schauen lassen. Vielleicht sollte man 5-30 Tage angeben. Schließlich verlassen sich die Kunden auf solche Angaben und für 38,50 Euro Versankosten kann man sich ja ein bißchen Mühe geben. Es wird Zeit für einen Notfallplan: Plan A: Das Handy kommt noch irgendwann an. Wenn das Handy noch bis zum 2. Januar bei Elena ankommt, haben wir kein Problem. Da ich das ehrlich gesagt selbst nicht glaube, muss ein Plan B her. Plan B: Die Osteuropa-Flatrate Beim Suchen nach günstigeren Preisen fiel mir die Osteuropa-Flatrate der Telekom auf. Gilt aber leider nur ins Festnetz. Elena hat ein Handy. Warum verpassen wir ihr also nicht einen Festnetzanschluss und sparen einen Haufen Geld - wahrscheinlich trotz Anschlussgebühr. Elenas Antwort ist ernüchternd: Festnetztelefone müssen bei der Regierung beantragt werden. Die prüfen das dann und nach so etwa einem halben Jahr bekommt man Antwort. Das hilft nicht wirklich weiter. Plan C: Eigener Internet-Anschluss Wenn diese Agentur einen Internet-Anschluss hat, muss doch Elena auch einen kriegen können. Die Lösung gefällt ihr deutlich besser. Etwa 180 $ Anschlussgebühr und irgendwas zwischen 20 und 30 $ pro Monat. Das klingt doch nach einer Lösung. Und eine Bearbeitungszeit von gerade mal einer Woche klingt nachdem, was ich bis jetzt so gehört habe, außerukrainisch gut. Ich schicke sie los. Sie soll sich mal erkundigen. Freitag abend bin ich eingeladen. Versuche sie vorher zu erreichen. Keine Chance. Also Samstag morgen wieder. >>> 29. Dezember: Gute Nachrichten >>> Kapitel
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