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Hochauflösend

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Heaven711!
 

2. Dezember: Super Wochenende

 

Das Fünkchen Wahrheit

Ich habe noch keine Aussage, ob meine Bilder wirklich Elena zeigen. Vielleicht gehören alle zu Olesya. Ich klicke ständig zwischen den Bildchen hin und her. Irgendwann gehe ich wieder im Internet. Elena sagte, sie habe ich auch registriert. Dann muss ich sie ja finden. Eine Elena in Lugansk gibt es nicht. Aber mit einer Elena/Ukranine werde ich fündig. Tatsächlich. Da ist sie.


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Am 16. Oktober registrierte sich Olesya. Und hier bei Elena steht, sie sei Mitglied seit 17. Oktober. Zwei Bilder, die ich noch nicht kenne. Beide wieder sexy. Eins davon allerdings so arrogant-bescheuert-schauend, dass ich darauf nicht geantwortet hätte. Ihr Text ist ein bißchen spröder als der von Olesya. Kein Wort vom Paradis auf Erden, das sie mir bescheren will. Elena schreibt sowas wie »Interesting! Having contact with people around the world make my life interesting!«. Aber was solls, ihre Geschichte ist jedenfalls wahr.

Lecken der Wunden

Elena ist nicht Olesya. Für mich besteht kein Zweifel daran, dass ich lieber mit Olesya weiter korrespondieren würde. Aber Elena ist eine so super-sexy Frau, dass ich bescheuert wäre, würde ich nun den Kontakt abbrechen, nur weil sie eine Dummheit gemacht hat. Schließlich glaube ich ja noch, dass sie zum ersten mal Kontakt mit einem Mann aus dem Ausland hat. Und mit Anfang 20 hat man halt doch noch viel bunte Knete im Hirn.

Ich lösche Olesyas Bilder von meinem Rechner und schaue mir vermehrt die von Elena an.

Never fall in love with a picture

Den restlichen Samstag über renne ich draußen rum oder stampfe verwirrt durch die Wohnung. Kein Zweifel. Ich bin verliebt in ein Bild. Totaler Schwachsinn. Natürlich kenne ich die Problematik von Blind Dates. Ein Bild sagt nichts - gar nichts. Es ist dringend notwendig wieder runterzukommen. Aber diese Gefühle sind da. Und auch wenn ich sie nicht zulassen möchte, verwirren sie mich und tun mir auch weh. Ich kämpfe dagegen.

Das Telefonat

Sonntag am späten Nachmittag reicht es mir. Ich habe schon oft in meinem Leben erfahren, dass im Stress geschriebene E-Mails niemals eine Hilfe sind. Am besten ist der persönliche Kontakt, auch wenns noch so schwerfällt. Ich bin vernünftig und rufe bei Elena an.

Den Tränen nach, von denen die Agency berichtet hat, hätte sie mir eigentlich am Telefon um den Hals fallen müssen. Aber sie wirkte abwesend. Vielleicht so, wie ich mit Leuten spreche, die gerade anrufen wenn ich Besuch habe und wir mitten in einer schönen Unterhaltung sind. Sie hört mir zu, sagt nicht viel. Möchte wissen, ob ich in Kontakt bleiben möchte. Ich sage ja. Viel mehr ist nicht passiert. Eine Emotion ihrerseits konnte ich nicht spüren.

Wenn mich nun jemand fragen würde, ob ich mich nach dem Gespräch besser gefühlt habe? Nein. Im Gegenteil.

>>>  3. Dezember: Return of the Agency  >>>


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