Hilfe, Sie möchte Geld! Was tun?
Gehen Sie nicht unüberlegt mit Geld um!
Dies ist unser wichtigste Tipp: Ein für Sie relativ überschaubarer Betrag von einigen hundert Euro oder Dollar für das Flugzeug kann für Ihre Partnerin bereits ein kleines Vermögen sein. Gehen Sie nicht leichtfertig damit um.
Es gibt Frauen, die sich aus guten Motiven angemeldet haben und durch Männer, die viel zu früh mit der Überweisung von Flugkosten winken auf falsche Gedanken gekommen sind. Versetzen Sie sich in die Lage einer jungen Frau - möglicherweise mit Geldproblemen - der bereits nach der zweiten Mail hohe Geldbeträge in Aussicht gestellt werden. Wenn eine solche Frau dies ausnutzt, ist das natürlich eine Straftat. Aber Männer die so unüberlegt handeln, sind auch ein bißchen selbst Schuld.
Wir gehen im Folgenden davon aus, dass sie ernsthaft über den Geldversand ins Ausland nachdenken. Sie möchten nichts unüberlegtes tun und wir helfen Ihnen gern dabei mit den folgenden Gedankenanstößen:
Wenden Sie klingonisches Recht an ;-)
Star-Trek-Fans wissen: Die Klingonen sind grimmige menschenähnliche Wesen mit dem Feingefühl einer Hundemeute. Dort gibt es ein sehr einfaches Rechtssystem: Wenn der Angeklagte nicht beweisen kann, dass er unschuldig ist, dann ist er schuldig.
Spaß beiseite. Wenn Sie um Geld gebeten werden, handelt es sich nahezu immer um Betrug. So auch bei Situationen, die nur durch Übersendung von Geld oder Wertgegenständen abgewendet werden können. Gehen Sie solange von Betrug aus, bis Sie von der Ehrlichkeit Ihres Gegenübers hundertprozentig überzeugt sind.
Nehmen Sie sich Zeit um nach Alternativen zu suchen
Reagieren Sie niemals unüberlegt, sondern nehmen Sie sich die Zeit für die richtige Entscheidung. Suchen Sie nach Alternativen. Möglicherweise sind sie teurer aber das Geld kann nicht in die Taschen von Betrügern fließen (telefonieren Sie, statt eine Internet-Agentur zu bezahlen). Tun Sie prinzipiell nie etwas, bevor Sie darüber geschlafen haben.
Wenn Sie keine Alternative haben: tun Sie doch mal so, als gäbe es eine und schauen Sie, wie sie reagiert.
Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht
Sie finden im Internet verschiedene Detektivdienste, die Ihnen helfen möchten, ausländische Frauen auf ihre Identität zu prüfen. Wenn Sie einen solchen Dienst in Anspruch nehmen sollten, denken Sie bitte daran, dass eine bestätigte Identität noch keine Garantie für Ehrlichkeit ist. Manche Betrüger agieren durchaus in ihrem eigenen Namen weil sie wissen, dass Sie sich nicht ins Flugzeug setzten werden, um bei Ihnen an die Tür zu klopfen.
Verwenden Sie unser internes Meldesystem
Machen Sie sich vertraut mit unserem Meldesystem und melden Sie uns merkwürdig erscheinende Vorfälle. Normalerweise haben Betrüger mehrere Kontakte. Dadurch werden Sie uns schnell auffallen.
Und - keine falsche Zurückhaltung, wenn Sie nicht sicher sind. Aufgrund eines einzelnen Verdachts wird bei uns niemand gesperrt.
Besuchen Sie regelmäßig unsere Seite
Sie erhalten von uns einen Hinweis, wenn eine mit Ihnen in Kontakt stehende Person von uns gesperrt wurde. Also schauen Sie von Zeit zu Zeit mal rein.
Anhaltspunkte
Natürlich kann niemand in einen Menschen hineinsehen. Aber es gibt Anhaltspunkte, die Ihnen helfen eine Entscheidung zu treffen.
Geht Sie auf Ihre Mails ein?
Oder schickte sie bisher nur Standard-Blabla? Verwendet Sie Textbausteine? Nehmen Sie doch einfach mal einen verdächtigen Satz und tippen ihn in eine Suchmaschine ein.
Kann sie sich noch an Dinge aus alten Mails oder Telefonaten erinnern; stimmt ihre Story?
Wenn Sie sich korrekt an vergangene Gespräche erinnert, deutet das darauf hin, dass Sie ihr wichtig sind. Passt auch ihre
Geschichte ineinander? Gibt es Details, die sie plötzlich anders darstellt?
Stellt sie Fragen?
Eine Frau, die ihr Land verlassen möchte, stellt auch Fragen. Ganz bestimmt.
Investiert sie Zeit
Investiert Ihre Partnerin Zeit in das Schreiben von Mails oder das Telefonieren mit Ihnen? Telefonieren Sie doch ruhig mal mit ihr bis ans Limit. Nimmt sie sich wirklich Zeit für Sie?
Weicht ihr Verhalten am Telefon von dem in ihrem E-Mails ab?
Leiderschaftliche E-Mails lassen sich leichter fälschen als lange Telefongespräche. Wirkt sie am Telefon reservierter als sie es von ihren E-Mails kennen? Verwendet sie per E-Mail Formulierungen, die Sie am Telefon nie von ihr hören?
Gab es bereits Stress?
Hatten Sie bereits Meinungsverschiedenheiten, die lange E-Mails zur Folge hatten? Haben Sie darin Dinge geschrieben, die für Ihre Partnerin nicht einfach gewesen sein können? Wie hat sie darauf reagiert? Hat sie versucht, darüber zu sprechen oder sich nach einigen Tagen einfach wieder gemeldet mit einem Text wie »Du fehlst mir so«. Wenn sie ein zu dickes Fell zu haben scheint: Vorsicht.
Setzt sie Sie unter Druck?
Überlegen Sie sich ernsthaft, ob jemand die Richtige für Sie ist, wenn sie Sie bereits heute unter Druck setzt. Unter Druck auf keinen Fall irgendwas bezahlen.
Hiob-Syndrom
Kommt eine Hiobs-Botschaft nach der anderen? Häufen sich »Unglücksfälle« denen Sie durch Zahlungen irgendeiner Art abhelfen könnten?
Lesen Sie unseren Beispiel-Betrugsfall.
Zeitdruck
Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie zur Entscheidung brauchen. Wenn Ihre Traumfrau glaubt, Sie deswegen abschießen zu müssen, ist sie ganz bestimmt die Falsche.
Zeigt sie ein angemessenes Verhalten zum benötigten Geld?
In einigen osteuropäischen Ländern liegt das Monatseinkommen bei einigen hundert Euro. Wenn Ihre Partnerin um einige hundert Euro bittet, ist das so, als würden Sie jemand um mehrere tausend Euro bitten. Steht ihr Verhalten in angemessenem Verhältnis zum Geld?
Setzt sie sich mit Ihrer Situation auseinander
Zeigt Sie Verständnis dafür, dass Sie keinem Betrug aufsitzen möchten? Fühlen Sie sich verstanden? Oder lässt die Süße Sie mit der Situation allein? Nimmt sie Probleme als solche wahr? Oder verhält sie sich so, als ob es nicht ihre wären.
Beruft sie sich zu früh auf eine Stellung, die sie noch nicht hat?
Verwendet sie Formulierungen, die darauf hindeuten, dass sie beiden schon so gut wie zusammen sind, obwohl Sie sich eigentlich kaum kennen? (Ein paar Mails und ein paarmal telefonieren sind »kaum«).
Was passiert, wenn Sie sie ein wenig in die Schranken weisen: »Ich mag dich gern, möchte dich auch sehr gern kennenlernen, aber bis wir uns sehen sind wir nicht zusammen und ich möchte darum auch kein Geld überweisen«. Ignoriert sie solche Aussagen und bleibt weiterhin auf Schmusekurs? Fordert sie sogar Privilegien, die man nur in einer Beziehung hat? »Es ist doch normal dass ein Mann seiner Freundin hilft!«
Gibt sie Ihnen den Eindruck, übervorsichtig, geizig, erbsenzählerisch oder herzlos zu sein
Wenn sie es ernst meint, hat sie Verständnis dafür, dass Sie ein gesundes Misstrauen mitbringen. Das hat sie auch. Und sie wird dieses Misstrauen auch nicht als negativ beurteilen. »Traust du mir etwa nicht?« ist für eine Mail/Telefon-Freundschaft ein unangebrachter Satz. Sie müssen sich nicht dafür schämen, vorsichtig zu sein.
Was tut sie selbst?
Macht sie Vorschläge, was
sie selbst tun kann? Wenn sie ernsthaft an einem Kontakt interessiert ist, wird sie selbst Maßnahmen ergreifen wollen, um den Kontakt nicht aufzugeben (vielleicht kellnern, jobben usw). Oder erwähnt sie davon gar nichts? Wie verhält sie sich, wenn Sie sie dazu ermutigen?
Beurteilen Sie ihr Äußeres
Welche Kleidung trägt sie auf ihren Bildern? Welche Frisur hat sie? Passt das zu ihren Aussagen, kein Geld zu haben?
Machen Sie sich vertraut mit der Arbeitsweise von Scammern
Scammer ist der »Fachbegriff« für die Betrüger, denen Sie nicht auf den Leim gehen möchten. Machen Sie sich mit deren Methoden vertraut. Sie finden auf unserer Seite einen Beispiel-Betrugsfall.
Bemühen Sie das Internet
Suchen Sie in Suchmaschinen nach Kombinationen von Vorname, Nachname, Wohnort, Land und dem Begriff »Scam« oder »Scammer«.
Suchen Sie auch nach Ihnen bekannten Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Denken Sie daran, dass die Doppelnull vor der Ländervorwahl in manchen Gegenden durch ein Pluszeichen ersetzt wird (0049 oder +49).
Möglicherweise haben Sie den Eindruck, Teile ihrer Briefe könnten aus Textbausteinen bestehen. Suchen Sie mit Suchmaschinen nach Verschreibern oder ungewöhnlichen Phrasen in Verbindung mit »Scam«, Land oder Name. Möglicherweise hat jemand bereits den gleichen Text erhalten und online gestellt. Es gibt zahlreiche Seiten, die dies tun. Oder Sie finden den Text Ihrer Angebeteten auf einer anderen Webseite mit einem anderen Bild.
Viele Suchmaschinen bieten eine Bild-Suchfunktion. Verwenden Sie diese. Scammer sind unter verschiendenen Namen unterwegs. Schauen Sie die Bildgalerien von Anti-Scam-Seiten durch. Vor allem Neuzugänge.
Ziehen Sie rechtzeitig Freunde hinzu
Für Sie bedeutet der Kontakt sehr viel. Dadurch wird Ihre Urteilsfähigkeit getrübt. Der Abbruch des Kontakts würde Ihnen Schmerzen verursachen.
Wenn die Situation zu undurchschaubar wird, sprechen Sie frühzeitig mit guten Freunden darüber. Dazu sind Freunde da. Stellen Sie die Situation korrekt dar. Machen Sie sich evtl. vorher Notizen. Berherzigen Sie den Rat Ihrer Freunde und suchen Sie gemeinsam nach sicheren Alternativen. Viele Dinge werden viel einfacher, wenn man mit jemandem darüber spricht.
Casino-Syndrom gegen schlaflose Nächte
Stellen Sie bereits Schwankungen in Ihrem Gemütszustand fest, weil die Süße selbst oder die Situation mit ihr Ihnen über den Kopf wächst? Spielen Sie mit dem Gedanken, gegen Ihre Prinzipien zu zahlen, um diese gespannte Situation loszuwerden?
Stellt sich das Casino-Syndrom ein? »Was solls. Ich kanns nicht weiter prüfen und ich zahl das jetzt, damit endlich wieder Ruhe einkehrt! Vielleicht gehts ja gut.«
Es wird danach evtl. Ruhe einkehren oder das nächste Problem wird auftauchen. Eine Kuh, die einmal Milch gegeben hat, gibt vielleicht noch mehr.
Heute haben Sie ihr die Internet-Agentur für 200$ finanziert. Morgen benötigt Mami eine dringende Operation für 2000$. Was dann. Zahlen Sie wieder?
Mit dieser Einstellung finanzieren Sie das Leben dieser Betrüger. Und Sie werden sich - entgegen Ihrer jetzigen Vorstellung - danach keineswegs besser fühlen. Im Gegenteil. Zahlen Sie nur, wenn Sie sich sicher sind, das Richtige zu tun.
Einige Wahrheiten
- Internet ist in einigen Ländern teuer
- Es ist tatsächlich so, dass einige Frauen finanzielle Probleme bekommen können, weil sie mit Ihnen in Kontakt bleiben möchten.
- Internet-Agenturen
- Sind nicht alle unseriös.
- Die eigene Aussage einer Agentur, angeblich seriös zu sein, sagt natürlich nichts aus.
- Für viele Frauen sind Sie der einzige Weg, den Kontakt mit Ihnen aufrecht zu erhalten.
- Fantasiepreise sollten Sie nicht zahlen.
- Befragen Sie Suchmaschinen nach der Agentur und Namen des Betreibers. Vielleicht hat ja schon jemand Erfahrungen damit gemacht.
- Wenn Sie sehr unsicher sind und Ihnen der Kontakt wichtig genug ist, um Geld dafür auszugeben, können Sie nach Detektivdiensten suchen. Zu Beträgen zwischen 50 und 200$ können Sie so möglicherweise herausbekommen, ob eine Agentur tatsächlich existiert und ordentlich registriert ist.
- Internet-Cafes
- Haben oft lange Wartezeiten bei relativ hohen Kosten
- Die Mädels haben häufig Personen hinter sich, die darauf warten, dass sie endlich fertig werden. Das ist verständlicherweise keine Atmosphäre in der man gern Mails an seinen Liebsten schreibt.